Frequencies

Mit dem künstlerischen Konzept, das der Ausstellung zugrunde liegt, untersucht Tatjana Busch das Licht und den Sound als Bewusstseinsmaterial in Verbindung mit intuitiv gebogenen Objekten, sowohl in physikalischen Raum als auch in der Wahrnehmung des Betrachters.
Die Nacht initiiert automatisch den Tag. Sie erscheint in Dunkelheit und sie kennt keine Grenzen, keine Trennungen, die Welt der Gegenstände verbindet sie zu einem Ganzen. Das Erkennen der Dinge in unserer Wahrnehmung und die Kontrolle darüber lässt nach. Für unser Nervensystem ist sie geradezu erholsam. Wie die Sehnsucht nach einem ungestörten Sternenhimmel erkennen lässt, oder die Ruhe und Geborgenheit, die in ihr entsteht, wenn man an globalisierte Arbeitsabläufe in den internationalen Zeitzonen denkt.
Das Licht ist Kind der Dunkelheit, wie der Sound in der Stille zuhause ist. Im Schwarz der Dunkelheit orientieren sich unsere Sinne von der Außenwelt nach innen, wobei Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gefragt ist. Die Dunkelheit bedingt das Licht. In diesem Spannungsverhältnis wird Tatjana Busch die Architektur der Dunkelheit gestalten und deren Wahrnehmung ausloten. Tatjana Busch verleiht mit ihren Arbeiten dem Thema „Raum“ große Bedeutung, der Geometrie des Raumes auf deren Eigenschaften sie eingeht, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, neue Räume der Reflexion zu schaffen. Dabei entstehen nicht nur neue physikalische Licht-Orte sondern auch subjektive Räume in der Wahrnehmung des Betrachters hinter seinen Augen. Genau hier entsteht das eigentliche Werk. Die eigentliche Skulptur wird dort moduliert, mit dem Licht als Bewusstseinsmaterial.

With the artistic concept on which the exhibition is based, Tatjana Busch explores light and sound as consciousness material in connection with intuitively bent objects, both in physical space and in the viewer’s perception.
The night automatically initiates the day. It appears in darkness and it is not limited, it does not separate, the world of objects connects it to a whole. The recognition of things in our perception and the control over them disappears. For our nervous system it is almost restful. As the longing for an unimpaired starry sky can show, or the silence and security that develops in it when one thinks of globalized work processes in the international time zones.
Light is the child of darkness, just as sound is at home in silence. In the black of darkness our senses orient themselves from the outside world to the inside, whereby trust in our own perception is required. Darkness determines light. In this relationship of tension Tatjana Busch will explore the architecture of darkness and its perception. With her works Tatjana Busch gives great importance to the theme of „space“, to the geometry of space whose characteristics she deals with, always searching for possibilities, to get new spaces of Reflexion . This not only creates new physical places of light, but also subjective spaces in the perception of the viewer behind his eyes. This is exactly where the real work is created. The actual sculpture is produced there, modeled on light as a material of consciousness.